Creative Inspire S2 Wireless Bluetooth-Lautsprecher-Review

Stefan - 25. Oktober 2011

Eine kleine Anekdote, die erklären könnte, warum viele Apple-Nutzer ihre Geräte so schätzen.

Ich hasse Kabelsalat und wollte meine Lautsprecher zum Musikhören nicht auf dem Schreibtisch platzieren, schließlich müssen ja irgendwo auch die ganzen unerledigten Papierstapel und Notizzettel hin. Also hab ich mir die Creative Inspire S2 Wireless-Lautsprecheranlage gekauft, die die Musik per Bluetooth überträgt. Bei der Vorabinformation im Web habe ich zwar gelesen, dass ich unbedingt den mitgelieferten Dongle nutzen soll, weil damit die Qualität deutlich besser ist als mit dem im Mac Airbook eingebauten Bluetooth – hat irgendwas mit dem benutzten Codec zu tun.

Naja, ich bin natürlich schlauer als irgendwelche Internettippgeber und habe die Anlage über das eingebaute Blueetooth betrieben – was auch funktionierte, zumindest manchmal, meist gab’s aber ein ziemlich abgehacktes Musikerlebnis. Ich hab dann alles durchprobiert, WLAN-Antenne verdreht, anderen WLAN-Kanal benutzt, nichts hat geholfen. Als ich dann schon aus Ärger die ersten Pickel bekam, hab ich halt doch den Dongle benutzt. Ich hatte durchaus Angst, wie sich das denn mit dem „normalen“ Bluetooth vertragen würde und wie das Ding überhaupt zu installieren sein würde.

Habe aber trotzdem guten Mutes den Dongle eingesteckt. Nichts passiert. Vor meinem geistigen Auge lief schon das (Windows-)übliche Prozedere ab: Treiber suchen, installieren und über die Nebenwirkungen fluchen. Okay, vorher doch noch ein Blick in die Systemeinstellungen. Ah, in der Einstellung „Ton“ gibt’s ein neues Ausgabegerät. Angeklickt – und seither funktioniert alles in optimaler Qualität und ohne einen einzigen Hänger.

Manchmal bin ich eben doch viel lieber ein glücklicher Apple-Sklave als ein freier Linuxer, der leider seine Freiheit damit verbringen muss, für jedes neuere Zusatzgerät einen neuen Kernel zu kompilieren …

Der Sound der drei kleinen Kästchen (zwei Satelliten, ein Subwoofer) ist für den Preis und die Größe der Anlage richtig gut und kann ein Zimmer ordentlich beschallen. Der Subwoofer hat einen Lautstärkeregler, mit dem sich die Lautstärke des Subwoofers an die eigenen Vorliegen anpassen lässt. Am rechten Lautsprecher ist ein Ein-/Ausschalter sowie eine LED, die über Farben den aktuellen Zustand (grün: eingeschaltet, blau: mit Bluetooth verbunden) anzeigt. Eine Latenz bei Videos zwischen Bild und Ton konnte ich übrigens nicht feststellen.

Achja: Mit dem Dongle nutzt die Inspire S2 den Codec apt-X, der offenbar (zumindest mit der Inspire S2 Wireless) deutlich stabilere Audioverbindungen über Bluetooth ermöglicht.

Abgelegt in: Apple Mac

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