Ein paar Apple Mac OS X Spotlight Tipps

Stefan - 23. November 2007

Spotlight ist eines der Tools im Mac, die für gewöhnlich einfach so nebenbei mitlaufen, ohne dass ich als Nutzer zu viel davon mitbekomme. Das ist angenehm, denn so sollen Werkzeuge ja auch funktionieren: Unauffällig, aber da, wenn ich sie brauche. Ein simples APFEL-LEERTASTE ruft das Suchfeld auf und schon kann ich meine Festplatte durchsuchen wie mit Google das Web.

Nachdem ich meinem MacBook nicht nur mehr RAM, sondern auch ne neue Festplatte spendiert habe, taucht Spotlight plötzlich wieder auf. Denn der Prozess mds, der fürs Indexieren zuständig ist, hat nun die Aufgabe, die gut 70 GB Daten auf der Platte zu bearbeiten. Und plötzlich hängt der Mac hie und da. Das gibt sich in wenigen Stunden wieder, sobald die Platte komplett indexiert ist, aber bis dahin kann das lästig sein. Grund genug, mich etwas in die Untiefen von Spotlight einzulesen.

Manchmal lass ich mich noch davon überraschen, dass unter der schicken GUI des Mac ja ein waschechtes Unix steckt. Und das bedeutet, dass für die Spotlight-Funktionen natürlich Kommandozeilen-Tools existieren. Diese lassen sich nicht nur zur Automatisierung nutzen, sondern bieten auch Funktionen, die über das normale Suchfenster nicht möglich sind.

mdfind
mdfind durchsucht den Spotlight-Index, bietet also genau die Funktionalität wie das Spotlight-Fenster. Allerdings lässt sich mdfind auch dann nutzen, wenn das Fensterchen streikt, weil der Index noch nicht aufgebaut ist. Und wer auf der Shell versiert ist, kann die Ausgabe natürlich mit anderen Unix-Tools wie grep noch weiterverarbeiten.
macbook:~ sf$ mdfind -onlyin /Users/sf/Documents/Doku/ 'squeak 3.9'
/Users/sf/Documents/Doku/Smalltalk/SqueakByExample.pdf
/Users/sf/Documents/Doku/Smalltalk/Seaside Tutorial/gettingstarted.pdf

mdimport
Dieses kleine Tool zwingt Spotlight dazu, auch solche Ordner zu indexieren, die standardmäßig nicht durchsucht werden.

mdutil
mdutil dient dazu, den Spotlight-Status für einzelne (oder alle) Laufwerke anzuzeigen oder die Indexierung ein- oder auszuschalten. Zudem ermöglicht es mdutil, den Spotlight-Index eines einzelnen Laufwerks zu löschen.
macbook:~ sf$ sudo mdutil -s /Volumes/MacBook/
/Volumes/MacBook/:
Status: Indexing Enabled

Wer sich tiefer mit Spotlight beschäftigen möchte, hier einige Lesetipps:
Newbies Guide to Spotlight
The X Lab: Spotlight tips
Macworld: Command spotlight

Abgelegt in: Apple Mac

4 Kommentare:

Vielen Dank für die Spotlight-Tipps. Und obwohl dein Blog nicht so aussieht wie ein Forum, so habe ich eine Frage bezgl. des Spotlights an dich. Mein Spotlight ist sehr langsam unter Leopard. Hast du vielleicht einen Tipp we ich das Problem in den Griff bekomme.
(Habe mehrmals schon die Platte mit Spotlight indiziert und auch einen PRAM Reset durchgeführt) Ich weiss nämlich nicht mehr weiter.
Gruß
sfrckr

Sorry sofarocker, da kann ich dir nicht helfen, fürchte ich. Das einzige, was mir einfällt, wäre ob du vor dem Neuindexieren die alten Indizes gelöscht hast. Sonst weiß ich leider auch nicht weiter.

Hi!

Ich schreibe von meinem PowerBook aus, weil mein iMac spinnt. Das habe ich noch nie gehabt. Ich starte das Gerät und zu sehen sind vier aufeinander liegende Fenster: “Das Programm Spotlight wurde unerwartet beendet. MacOS X und andere Programme sind nicht betroffen. Klicken Sie auf ‘Neu starten’. Klicken Sie auf ‘Bericht’, um weitere Details anzeigen zu lassen oder einen Bericht an Apple zu senden.” Außerdem gibt es noch das Feld “Ignorieren”.

Egal in welches Feld ich klicke, es erfolgt keine Reaktion. Um neu zu starten muss ich immer wieder den Zwangsabbruch machen, und dann geht alles von vorne los wie gehabt.

Hilfe!!!!!!! Ich bin verzweifelt.

Viele Grüße

Günter

Ich hatte bis geradeeben auch das Problem, dass Spotlight quälend langsam war – sogar das tippen im Suchfeld hatte teilweise mehrere Sekunden Verzögerung.

“mdutil -E” im Terminal löscht den Suchindex und erstellt ihn neu, das hat geholfen (im Gegensatz zum neu indizieren über die Spotlighteinstellungen).

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