Ich liebe Olympia!

Stefan - 21. August 2008

Gestern habe ich kurz meinen Olympia Boykott unterbrochen. Ich musste mir unbedingt das 200m-Finale ansehen, denn ich wollte live dabei sein, wie Usain Bolt der versammelten Weltelite mit offenem Schnürsenkel auf 200 Metern ein paar Sekunden abnimmt und dabei Autogramme schreibt. Und ich muss sagen, die Boykott-Unterbrechung hat sich gelohnt! Wie Bolt allen davon gelaufen ist, herrlich. Mit solcher Leichtigkeit haben weder Lance Armstrong noch Jan Ullrich zu ihren jeweils besten Zeiten ihre gedopten Kollegen am Berg stehen lassen. Auch Marion Jones musste sich 2000 viel stärker anstrengen, ja sogar Ben Johnson sah im Finale 1988 gestresster aus – wenn auch nur ein klein wenig.

Als wäre das noch nicht der olympischen Freude genug, erklärt uns der „chinesische Spielberg“ (Spiegel Online) und Regisseur der Eröffnungszeremonie Zhang Yimou die Überlegenheit der chinesischen Kultur: „Darsteller gehorchen Befehlen, sie können es wie Computer tun. Das ist der chinesische Geist.“ Im Westen sei sowas nicht möglich, wegen der „Menschenrechte“, so Yimou weiter. Okay, dafür dürfen – wegen dieser blöden „Menschenrechte“ – im Westen alle seine Filme gezeigt werden, was in China noch immer nicht der Fall ist, aber das scheint den Filmregisseur nicht zu stören. Hauptsache, man kann sich im Glanz der Parteiführung sonnen.

Aber zurück zum Sport. Die aktuellste Meldung verstehe ich nicht: Wieso werden Springreiter ausgeschlossen, weil ihre Pferde gedopt waren? Im Sinne der Gleichberechtigung muss für Pferde doch erlaubt sein, was für Schweine und Rinder schon lange gilt! Oder muss ich gar meine Firma aufgeben, wenn herauskommt, dass ich zum Mittagessen Schnitzel mit überhöhten Hormonwerten gegessen habe?

Abgelegt in: Politics

10 Kommentare:

Usain Bolt ist wirklich eine Ausnahmeerscheinung muss man sagen. Es ist schon eine Kunst – den Rest der Welt einfach stehen zu lassen – schöne Bilder die da im die Welt gingen.

Nu sinn die Spiele ja vorbei, schauen wir mal was bei den nächsten passiert!

Vielleicht hat sich bis dahin ja auch die politische Situation in China verändert. 🙂

Ich finde die Paralympics ja viel interessanter als die normale Olympiade. Doch auch hier gab es schon einen Dopingfall… Unglaublich.

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Kann mich Laura nur anschließen…finde was dort behinderte Menschen für Leistung bringen sehr beachtenswert.

stimmt die diesjährigen paralympics waren sehr interessant und spannend

Was hier für Höchstleistungen erbracht werden, kann ein gesunder Mensch mitunter kaum beurteilen. Aber auch körperlich beeinträchtigte Menschen wollen eben in ihrem Bereich die Besten sein, das auch hier unlautere Mittel zur Leistungssteigerung angewendet werden, ist nicht gerade eine Überraschung.

In manchen Sachen gibt es halt keine Unterschiede ;-(

der boykott bezüglich olympia ist zwar schon was her, trotzdem interssant zu lesen gewesen.

Ich bin der Meinung von Laura. olympiaspiele bedeuten was Anderes. Nicht Falschikonen wie Marion Jones, Ben Jonson und wahrscheinlich Larl Lewis. King Karl, oder Doping King. Man glaubt an diese Menschen, vergoettert sie, sie sind Beispiel fuer die Jungen und am Ende…..100-prozentige Luegner. Was ist geblieben von dem Motto der Olympia-Spiele. Unglaublich und absolut kriminell, dass auch bei paraolympische Spiele Doping gefunden wurde. Katastrophe!

Ist laengst vorbei, aber absolut egal fuer mich. Klasse-parade der Doping. Fuer Amerika und China, aber ein Auge zudruecken, sie sollen siegen.

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