Japans führendes Social Network „klaut“ Nutzerdaten

Stefan - 7. März 2008

Social Communities haben überall auf der Welt mit dem gleichen Problem zu kämpfen: Wie lässt sich die intensive Nutzung der Plattform monetarisieren? Die Klickraten sind extrem gering, weil vergleichsweise wenige Menschen die jeweilige Plattform intensiv nutzen und jeweils auch mit einem genau definierten Zweck auf dieser Plattform online sind. Letztendlich sind ja Social Communities nichts anderes als die uralten Webforen – und wer jemals so ein Ding betrieben hat, weiß, wie schlecht Werbung dort drauf läuft.

In Japan macht genau diese Erfahrung seit längerem das führende Social Network namens Mixi. Und dort hat man sich nun entschieden, so richtig radikal vorzugehen, berichtet zweinull.cc: Alles, was Nutzer jemals auf der Seite veröffentlicht haben, wird nun zum Eigentum der Betreiberfirma erklärt, lediglich die rechtliche Verantwortung bleibt weiterhin bei den Nutzern. Da Mixi auch der größte Anbieter von Blogs in Japan ist, hat das Unternehmen jede Menge Content auf seinen Servern liegen, der sich monetarisieren lassen könnte.

Ich bin gespannt, welch seltsame Blüten der Wunsch der Eigentümer, Social Communities besser zu monetarisieren, auch bei uns noch treiben wird.

Abgelegt in: Web 2.0

2 Kommentare:

Oh das klingt aber echt krass, meint ihr dass das auch in Deutschland passieren kann??

Ich denke mal der nächste Schritt wird sein, dass immer mehr Menschen abwandern werden. Auch bei deutschen Social Networks war dies zu verzeichnen. Es wird weitergehen und die Social Networks werden sich letztendlich auflösen müssen.

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