Web2Expo in Berlin: OpenID

Stefan - 7. November 2007

Soziale Netzwerke sind ohne Frage derzeit das heißeste Thema im Web 2.0; das zeigen Initiativen wie Googles OpenSocial. Und ein wesentlicher Aspekt aller Sozialen Netzwerke ist die Frage der Nutzer-Registrierung – oder aus der Perspektive der Netzwerk-Betreiber formuliert: „Wie binde ich meine Nutzer an mich?“ Nun, aus Sicht der Nutzer ist das eher störend: Nutzer haben Logins für viele konkurrierende Plattformen, die allesamt die gleichen Daten abfragen, aber nicht untereinander kompatibel sind. OpenID ist eine Initiative, die genau das ändern möchte.

Web2Expo OpenID

OpenID ist ein freies und dezentrales System, um Nutzer identifizieren zu können, ohne dass eine explizite Registrierung bei einem Portal nötig wäre. Auf der Web2Expo in Berlin stellt David Recordon, einer der Entwickler von OpenID, das System und seine Vorzüge dar. Der größte Vorteil von OpenID ist sicherlich nicht technischer Natur, sondern die breite Unterstützung, die OpenID inzwischen auch bei großen Unternehmen genießt. So bieten bereits VeriSign und Symantec Produkte an, die OpenID nutzen; der Computerhersteller Sun nutzt OpenID firmenintern genau so wie der Medienkonzern ReedElsevier. Und sogar Microsoft sucht Entwickler für den Internet Explorer, die sich mit Microformats und OpenID bestens auskennen.

Derzeit haben bereits etwa 160 Millionen Menschen weltweit einen OpenID-Account. Dummerweise wissen das die meisten nicht, denn jeder AOL-Account, jeder Technorati-Account und jeder WordPress-Account ist zugleich ein OpenID-Account. Um diesem Nichtwissen zu begegnen, fragen einige Anbieter nicht explizit nach der OpenID, sondern z.B. nach dem AIM-Nickname, denn daraus lassen sich die benötigten OpenID-Daten erzeugen.

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