Die meinen das auch noch ernst …

Stefan - 10. Dezember 2007

Gerade les ich im Fischmarkt vom Redesign der SinnerSchrader-Website. Die Überschrift lautet “Mutig und konsequent” – nun ja, auch wenn diese Begriffe aus Kommentaren zur neue Website entnommen sind, so kommt mir doch das Sprichwort mit dem Eigenlob in den Sinn. Schließlich ist der Fischmarkt ja eine SinnerSchrader-Website.

Doch zur neuen Website selbst. Die Site ist komplett in Flash realisiert. Ich dachte, diese Krankheit hätten Webprofis inzwischen überwunden und nur noch der Friseur um die Ecke würde sowas ernsthaft einsetzen wollen. Wie man sich doch täuschen kann. Die Farben wabern und verfließen ständig zwischen pink und grau; das ganze sieht aus wie einer dieser psychedelischen Visualisierungen in iTunes, die man einmal ausprobiert, dann aber nie wieder startet.

Die wichtigsten Inhalte sind als Links auf bereits vorhandene HTML-Seiten irgendwo im Web realisiert, so blendet etwa ein Klick auf “Matthias Schrader” die Xing-Profilseite des Geschäftsführers ein. Oben bleibt aber stets ein Rahmen der Originalsite sichtbar, genau so wie man das von der Google Bildersuche kennt. Das ist auch bitter nötig, denn dank der Flash-Realisierung funktioniert der Back-Button natürlich nicht.

SinnerSchrader erklärt in seinen “Leistungen”, die im Safari-Browser im Übrigen nicht abrufbar waren:

Wir übernehmen Verantwortung für die digitalen Kundenschnittstellen von Unternehmen mit dem Ziel, tiefe Beziehungen zwischen ihnen und ihren Kunden zu stiften.

Wenn SinnerSchrader die Kundenschnittstellen so gestaltet wie seine Homepage, dann Gute Nacht. Das schlechteste aus allen bisherigen Web x.0-Versionen zu kombinieren alleine ist noch keine Innovation.

Abgelegt in: Web

3 Kommentare:

Oh Gott, ich hatte auch gedacht diese Zeiten sind vorbei. Erstmal ein herzlichesbeleid an den, dem die Seite gehört. Und dann noch meine große abneigung dem Programmierer / Designer.

Gesamt echt eine schlechte Leistung für viel Geld…

Die Idee war offensichtlich, das “Hyper-Link” Prinzip und etwas “Web 2.0″ möglichst weitgehend auf die eigene Website anzuwenden. Prinzipiell sicherlich konsequent – nur aufgrund der praktischen Folgen (Sackgassen-Navigation, jede Seite ein neues Design, kein sinnvolles Bookmarking, schlechtes SUMA-Ranking, bunter Mix an Navigationssystemen, Charakterlosigkeit, …) eher nicht empfehlenswert…

Die Grundidee ist sicherlich überlegenswert, da stimm ich dir zu. Allerdings ist die Umsetzung so mies, dass die dahinter stehende Idee einfach verloren geht. Außerdem wär’s weitaus zweinulliger, würde man nicht einfach auf Xing verlinken, sondern z.B. die dort als Microformats angebotenen Inhalte auslesen und auf der eigenen Site integrieren. Dann hätte man den Vorteil, dass man sein Profil nur bei Xing aktuell halten muss und die eigene Homepage sofort von den Änderungen erfährt.

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