Liebe zu JavaScript?

Stefan - 10. Dezember 2008

Manche Programmierer fühlen sich ja sehr zu „ihrer“ Programmiersprache hingezogen. Und im Überschwang der Begeisterung für ein elegant gelöstes Problem kommt schon mal ein „Ich liebe X“ über die Lippen. Und für X mag man dann Perl einsetzen, oder Python, gerne auch Lisp oder vielleicht Smalltalk. Sogar Pascal kann ich mir vorstellen.

Der PHP-Blogger Harald Lapp hat nun seine Liebe zu JavaScript erklärt. Zu JavaScript! Wie kann jemand JavaScript, die weiland von Netscape zusammengeschusterte Browser-integrierte Sprache, lieben? Und wie kann diese Liebe erklärt werden mit den Worten: „Ich habe noch keine Programmiersprache kennengelernt, in der es sich ähnlich intuitiv entwickeln lässt.“ JavaScript und intuitiv? Das ist wie George W. Bush und UNO, wie CSU und Umweltschutz, wie … – lassen wir das. Doch die Lobpreisung geht noch weiter: „Die Sprache ist absolut logisch aufgebaut.“ Ja, in der Tat, die Rede ist noch immer von JavaScript.

Eine derartige Lobeshymne auf JavaScript kann nur ein PHP-gestählter Entwickler verkünden. Klar, wer täglich eine Programmiersprache mit über 5.000 Funktionen im globalen Namensraum bändigen muss, wer array_key_exists() zu tippen hat, wo andere einfach nur x in d schreiben und wer zwar create_function() zur Verfügung hat, diese gefährliche Funktion aber am besten nicht benutzt, dem nehme ich die Liebe zu JavaScript sogar ab. Besser als PHP ist es allemal.

Abgelegt in: Web Development

16 Kommentare:

Naja, es gibt schlimmeres als JavaScript und durch Bibliotheken wie jQuery wird die Sprache sogar benutzbar 😉

Mhhh, es gibt schlimmeres als Zahnschmerzen, deshalb muss ich ja Zahnschmerzen nicht gleich lieben; auch wenn Zahnschmerzen durch Aspirin sogar zu ertragen wären. *g*

wie wahr!

Völlig einverstanden!

Manche Sachen gehen leider nur mit Javascript, da muss man sich zwangsweise irgendwie arrangieren 😉

ich stelle fest:

du hast javascript zuletzt vor vielen jahren gesehen — wahrscheinlich tatsächlich zu netscape zeiten. kannst du auch richtig argumentieren oder nur auf der persönlichen schiene fahren?

Dieser Beitrag hat keine Argumente und wer an dieser Stelle über PHP oder JavaScript meckert, sollte nicht den Werdegang und Zweck einer Sprache vergessen. C++ mit Java zu vergleichen um herauszufinden was „schöner“ ist macht ebensowenig Sinn wie jemanden zu verteufeln der sich offen zu einer Programmiersprache bekennt. Auch PHP hat mit seiner jetzigen Form seine Daseinsberechtigung.

Um einen Eindruck von der Entwicklung der Sprachen zu bekommen, ist das folgende Poster zu empfehlen: http://oreilly.com/pub/a/oreilly/news/languageposter_0504.html

Grüße
Tobi

@Harald,
ich habe nie beabsichtigt, dich persönlich anzugreifen! Ich habe nur deinen Beitrag gesehen und fand ihn, nun provokativ – im besten Sinne des Wortes also herausfordernd. Und ich hatte gehofft, dass das Augenzwinkern in meinem Beitrag zwischen den Zeilen herauszulesen wäre; spätestens bei der Erwähnung von Perl und Lisp. 😉 Das ist mir offensichtlich misslungen.
Nun aber zum Inhaltlichen: Ich setze JavaScript durchaus aktiv in Projekten ein; anders wäre mir ja der Widerspruch zwischen den Begriffen „Liebe“ und „JavaScript“ erst gar nicht aufgefallen.
Was mich an JS stört? Nur ein paar Stichworte: Assoziative Arrays. var und Gültigkeit von Varibalen. Browser-Inkompatibilitäten.
Meine Abneigung gegenüber PHP hab ich ja schon im Post mit Beispielen belegt.

@Tobi,
ich kenn‘ den Werdegang der beiden Sprachen sehr wohl. Und ich nutze ja auch beide Sprachen, viel intensiver als mir lieb ist – genau deshalb kenn ich ja die Probleme. Und wenn ich zum x-ten Mal nachschlagen muss, in welcher Reihenfolge str_replace nun die Parameter erwartet und ob die Funktion mit oder ohne Underscore geschrieben wird, dann fang ich halt mal an ein wenig zu lästern.

Du magst kein PHP, verwendest es aber? (WordPress ist nunmal ein PHP-Blogsystem)
Du magst kein Javascript, was magst du denn dann?

In Sprachen wie PHP und JavaScript kann man einfach extrem schnell entwickeln und man ist nicht an Datentypen gebunden

@Simon,
ich verwende PHP und JavaScript in der Tat – nicht nur via WordPress, sondern auch in selbst entwickelten Projekten. Aber nur weil ich ein Werkzeug verwende, muss ich es nicht gleich lieben.
Natürlich kann man in PHP und JavaScript schnell entwickeln; das kann man in Perl und Python aber auch – und diesen beiden Sprachen sind weitaus angenehmer. Okay, zumindest Python ist da weitaus angenehmer. 😉

Ich geb es auch nur ungerne zur – als PHP Mann bin ich kronloyal – dennoch HAT Javascript schon so ein bis zwei Vorteile… Aber psssst, sagt es keinem!

Showing some love to this topic „new to this wordpress“. I defiantly agree with it also. If you really think about it than it all makes alot of sense

Haha, einfach nur geil, wie kann man seine Liebe zu Javascript veröffentlichen. Natürlich gehen manche Sachen nur damit, aber muss es ja nicht gleich lieben 😉

JavaScript ist genial! Viele Techniken machen diese Sprache sehr elegant. Damit ist imperative als auch funktionale Programmierung möglich und wo selbst Java in der Version 7 es nicht schafft, das Konzept der Closures mit in den Sparchgebrauch zu übernehmen, hat diese konsequent objektorientierte Scriptsprache dieses Werkzeug schon lange „on Board“. Oder nehmen wir ein einfaches „Singleton“, in Phyton erst ab Version 2.2, Java & PHP erst ab Version 5 uws.
Fakt ist: diese Sprache ist nicht leicht und wird oft unterschätzt, meistens von den Leuten die laut schreien: „Wie kann man JavaScript lieben?“. Wie auch immer, ich liebe JavaScript auch 😉

Wenn man JavaScript versucht zu verstehen und richtig programmiert ist es wirklich eine sehr coole Sprache. Wenn man die Sprache nicht wirklich lernt ist sie wirklich blöd. Das liegt wohl auch daran, dass eigentlich nur grottenschlechte Bücher existieren (Ausnahme: http://www.amazon.de/Das-Beste-JavaScript-Douglas-Crockford/dp/3897218763/ref=sr_1_3?ie=UTF8&s=books&qid=1262703109&sr=8-3)

Von obigem Autor nur zu empfehlen:
http://video.yahoo.com/watch/111593/1710507

N’Abend miteinander,

jeder Sprache stehen sich Befürworter und Skeptiker gegenüber, aber kaum eine Sprache musste so sehr leiden, was ihren Ruf betrifft, wie JavaScript. Schlimm genug, dass kaum jemand die Architektur von JavaScript wirklich verinnerlicht hat vor seinen ersten „Pfui“ Äusserungen. Also: ich bekenne mich auch zu JavaScript und sehe JS als die Sprache im Backend Bereich für Webframeworks. Ich habe selbst Rails Entwicklung fallen lassen zugunsten von JS. Für alle Interessierten: schaut euch node.js + CouchDB an. Das Gespann für die Zukunft.

Und wer einen wirklich guten Einstieg in JS sucht, hier meine Empfehlung: http://eloquentjavascript.net

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