Web2Expo in Berlin: Location and Mapping

Stefan - 7. November 2007

Neben dem großen Thema Soziale Netzwerke (und wie man diese offener machen kann), handeln viele Sessions auf der Web 2.0 Expo in Berlin von Geoanwendungen. Mit dem Erscheinen von Google Maps 2005 wurde diese Art der Anwendung, die bis dahin wenigen Experten vorbehalten war, schlagartig zum Massenphänomen und verschiedenste Anwendungen schossen aus dem Boden. Darüber vergisst der Nutzer gerne, dass die Karten, die inzwischen auch Yahoo oder Microsoft bereit stellen, all den offenen APIs zum Trotz nicht wirklich frei sind, sondern weiterhin dem Copyright der Inhaber unterliegen.

Web2Expo Berlin: Location and Mapping

Das Open Street Map Projekt unternimmt den Versuch, genau das zu ändern. Zigtausende Freiwillige auf der ganzen Welt sind dazu mit GPS-Geräten unterwegs und kartieren die Straßen und Wege in ihrer jeweiligen Heimat oder an ihrem Urlaubsort. All diese einzelnen Daten werden aggregiert und ergeben zum Teil überraschend genaue Daten, die wie in einem Wiki von jedem Nutzer verbessert und korrigiert werden können.

Steve Coast, einer der Gründer des Projekts, weist in seinem Vortrag über Open Street Map darauf hin, dass die freien Karten ähnlich wie Linux als Grundlage für kommerzielle Anwendungen dienen können, was er mit seiner eigenen Firma CloudMade denn auch unter Beweis stellt. Und er zeigt, dass die kommerziellen Karten für die westliche Welt derzeit noch besser sein mögen als die Karten seines Projekts. In anderen Ecken der Erde aber sieht das ganz anders aus; man vergleiche dazu nur die Karten von Teheran des Open Street Map-Projekts mit denen von Google Maps.

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